Samstag, 21. Juni 2014

Immer noch Sea Breeze Hotel

Den gestrigen Tag widmeten wir der Kultur! Das Weltkulturerbekloster Nea Moni in der Mitte der Insel war unser Ziel. Griechische Klöster haben die Angewohnheit bei traumhafter Lage versteckt in den Bergen zu liegen. Nach dem morgendlichen Bad im Meer gings los, so richtig schön in der Mittagshitze, allerdings nur bei 26°, was Karl zum Dichten veranlasste:
Bin ich im Schatten in der Hitz
macht er, daß ich nicht so schwitz
bin ich im Schatten in der Kält
mich dann nichts im Schatten hält!
Als wir kurz nach 13 Uhr ankamen, hatten die Mönche Siesta und das Kloster war bis 16 Uhr geschlossen - was tun? Hungrig und durstig, wollten wir nicht so lange warten und so fuhren wir weiter über den Berg zur Westküste und kamen in ein sehr originales mittelaterliches Steindorf Avgonyma, das den anderen Dörfern aus den Propekten in nichts nachstand. Die Strecke war sehr schön, durch Mastix und Olivenhaine, durch die wenigen, nicht verbrannten Pinien ging es wieder bergauf und zum Kloster bergab. Der Mönch hatte inzwischen ausgeschlafen und das Tor war offen. Die ganze Klosteranlage ist über 1000 Jahre alt und absolut sehenswert sind Mosaiken an der Decke der Kirche aus dieser Zeit, die Szenen aus der Bibel darstellen. Viele Gebäude sind allerdings zerstört, erst von den Türken bei dem Massaker von 1822 und später 1891 war ein verheerendes Erdbeben. Das gibt aber allem einen sehr pittoresken Charme. Nachdem wir die Kirche besichtigt hatten, wedelte der Mönch alle Ecken der Kirche mit Weihrauch aus, sollte sie von uns Ungläubigen gereinigt werden?
Oberhalb des Klosters sahen wir ein Hinweisschild zu einer weiteren Kirche, da Karl ja ein großes Faible für alte Wege hat, sind wir losmarschiert. Es war wohl schon lange niemand mehr unterwegs und diverse "Stupfer" zerkratzten unser Beine. Der Weg führte in zahllosen Serpentinen steil bergauf, nach kurzer Strecke kam ein Beinhaus- in einer Kapelle waren Schädel (meist mit Kopfverletzung) und Knochen in Regalen, was für ein Anblick, alles Opfer jenes Massakers, liegen sie seit fast 200 Jahren dort! Wir wanderten weiter, sahen aber noch keine Kapelle, nach etwa 1,5 km erschien hoch über uns ein neues, aber auch riesiges Kloster Agios Pateres, dort konnte man eine der ersten Kapellen auf der Insel in einer Höhle besuchen. Diese , nur von Kerzen beleuchtete Höhlenkirche beeindruckte uns natürlich sehr. Jetzt mußten wir wieder bergab, ging auch nicht viel schneller, aber nach 1,5 Stunden für Auf-und Abstieg waren wir wieder bei den Rädern. In schönstem Abendlicht ging es wieder zurück, mit herrlichem Blick über Chios und bis zur türkischen Küste, selbst die Windräder ließen sich dort ausmachen, so klar war die Luft. Frisch geduscht wanderten wir wieder an der Bucht entlang zur nächsten, wo die Tavernen sind. Dorthin werden wir uns jetzt aufmachen, in einer Bar werden alle Fußballspiele auf eine große Leinwand übertragen, wir sind bereit!!
Heute haben wir nur eine kleine Runde nach Süden gedreht, auch dort hat es sehr schöne Buchten und Strände, viele Ortschaften sind kaum mehr bewohnt und überall riecht man das Mastix Harz. Landschaftlich sehr schön, durch die Mastix -und Olivenhaine zu radeln mit schönen Ausblicken aufs blaue Meer und zu den Steindörfern, die wie kleine Festungen aussehen, so eng stehen die Häuser zusammen.

Blick auf das Kloster Nea Moni
Nea-Moni-042

Alter Weg zum Kloster Pateras
Nea-Moni-044

Donnerstag, 19. Juni 2014

Kalispera

Guten Abend, werte Leserschaft
Ein lauer Sommerabend auf dem Balkon, die Wellen plätschern an den Strand, ein Fischerboot tuckert vorbei, es ist fast paradisisch; und weil es uns so gut gefällt im Sea Breeze Hotel, haben wir bis Sonntag verlängert. Chios ist von hier aus zu erkunden und so können wir ohne unser Gepäck entspannt radeln. Gestern waren wir - wie bereits berichtet in Bergdörfern, zuerst in Pyrgi, die ihre Häuser mit schwarz-weißen Mustern verziert haben, einschließlich der Kirche, das sieht ganz hübsch aus. Der Ort lebt vom Mastixanbau, das heißt, die Häuser stehen ganz eng beieinander,so daß in dem Hochtal mehr Platz für die Mastix Bäume bleibt. Das Harz dieser Bäume findet in der Kaugummiherstellung, aber auch in der Medizin Verwendung. Für 1 kg bekommt man um die 70 Euro, ein Baum liefert 100-200 g im Jahr, da braucht man schon einige Bäume! Das andere Örtchen, Mesta, ist ebenfalls von 1300 und noch enger erbaut als Pyrgi. Die Steinhäuser stehen kaum 2 m auseinander und vieles steht leer. Es stellt sich wieder die Frage, wer möchte so beengt wohnen und mit einem Auto kommt man auch nicht durch. Chios ist wirklich sehr ursprüngliches Griechenland, in den Orten ist die Zeit stehen geblieben und nur sehr wenige Touristen sind hier. Finnen und Niederländer scheinen gerne nach Chios zu kommen.
Heute sind wir nach Chios-Stadt , um die Fährpassage nach Piräus zu buchen, Sonntagnacht sind wir unterwegs. Südlich von Chios-Stadt liegt eine Region, die sich Kambos nennt und Toskana in klein ist. Die Genuesen waren so um 1360 auf der Insel und mit Mastix, Zitrusfrüchten und Schiffsbau kamen sie zu Geld. In dieser Blütezeit baute man sich Landsitze mit großen Häusern, die über verschiedene Balkone und Freisitze verfügten, so daß man immer im Schatten sitzen konnte. Außerdem gab es in dieser wasserreichen Region in jedem Haus Schöpfbrunnen, die man den Ägyptern abgeschaut hatte, das Wasser lief in von Säulen umrahmte Wasserbecken in denen Goldfische schwammen - von den einst 200 dieser großen Landsitze stehen nur noch ganz wenige und zu besichtigen gab es gerade mal einen! Die Türken richteten 1822 ein Massaker auf der Insel an, 30000 Menschen wurden ermordet und die wenigen Überlebenden versklavt. Die Häuser verfielen und erst mit der Umsiedelung von 1923 kamen Griechen aus der Türkei hierher und versuchten zu retten was zu retten ist. Seit einigen Jahren steht alles unter Denkmalschutz und es gibt eine sehr schön gemachte Broschüre ,in welcher die ehemaligen Besitzer usw. erwähnt werden. Aber so ein Haus und Anwesen zu erhalten ist schon eine große Herausforderung an Mensch und Geldbeutel!
Ich war etwas skeptisch, wie man uns Deutschen in Griechenland begegnet, aber bisher haben wir nur gute Erfahrungen gemacht, vielleicht liegt das auch an unseren Griechischkenntnissen (hüstel) oder eben wie immer, wenn man freundlich ist, wird man auch freundlich behandelt. In der Taverne gibt es einen Nachtisch gratis, beim Obst oder bei Keksen wird abgerundet, obwohl inzwischen alles eingetippt wird und man gezwungen wird, den Beleg mitzunehmen. Es ist schon teurer, als in der Türkei, das Benzin kostet z.B. 1,94 Euro! Wenn wir abends sehr gut essen und Wein dazu trinken bezahlen wir 30 Euro, in der Türkei war das Essen sehr billig, der Alkohol (wenn es überhaupt welchen gab) sehr teuer. Auf der Insel ist von der Krise nicht allzuviel zu spüren, jedoch fallen die vielen alten Autos und die halbfertigen Häuser mit dem "Zu Verkaufen " Schild schon auf... ein Fahrradhändler meinte heute, daß er seit der Krise gute Geschäfte macht, da viele ihr Auto verkaufen mußten oder kein neues kaufen können.
Ansonsten ist es sehr sommerlich mit Temperaturen über 33°, nachts kühlt es noch angenehm ab, das Meer hat vielleicht so 19 oder 20°, nach kurzer Überwindung ist sehr schön! Die Bucht beim Hotel hat einen Stein-Kiesstrand, außer uns sind meist nur 3-4 andere beim Baden. Zur Taverne müssen wir in die nächste Bucht am Meer entlang stapfen -800 m-und mit der Taschenlampe zurück, die Bucht nennt sich Agia Fotini und ist Winter unbewohnt, jetzt hat es auch ein paar Pensionen und 3-4 Tavernen , sowie einen kleinen Supermarkt.

Mittwoch, 18. Juni 2014

Endlich....

gibt es wieder
Pyrgi-Mesta-034

Die Deutschen haben in allen Ländern, mit denen sie näheren Kontakt pflegten ,entweder Eisenbahnen oder Brauereien aufgebaut. In dem Fall war es der bayrische König Otto, der so um 1840 in Griechenland regierte und seinen Braumeister Karl Johann Fix mitbrachte und den Griechen so das Bier trinken schmackhaft machte!

Im Bergdorf Pyrgi
Pyrgi-Mesta-001

Wir haben so eine schöne Pension
https://www.facebook.com/SeaBreezeHotelApartments

direkt am Meer, ein riesiges Appartement und ein so gutes Frühstück, daß wir ganz entegen unserer Gewohnheit, 2 Nächte hier sind , heute einen Ausflug ohne Gepäck in diese schönen Bergdörfer (Pyrgi und Mesta) unternommen haben und 2x im Meer badeten. Wir überlegen sogar, noch bis Sonntag hier zu bleiben, da Chios wirklich eine kleine Insel ist und sich von hier aus erkunden lässt. Soeben sitzen wir auf unserem Balkon, hören das Meer plätschern und schauen Fußball WM!
Heute haben wir schon viele Gedenkminuten eingelegt, erst für Regina, die auch so gerne im Meer "vorwärts rückwärts" schwimmt und für Johannes als wir heute Souflaki verspeist haben!!
Filaki!

Dienstag, 17. Juni 2014

Chios - Ellada

Erstes Bad in Chios (Agios Aimilianou)
Cesme-Chios-014

Blick vom Balkon
Cesme-Chios-015

Wir sind jetzt in Griechenland und viele wird das Fernweh packen, gell?
Die Fähre fuhr pünktlich, wie alles in der Türkei und nach 45 Minuten Fahrt waren wir schon in Chios- Stadt. Nach dem ersten Frappé und einer Tyropitta radelten wir nach Süden und sind nach nur 30 km an dieser Bucht gelandet. Das Wasser ist richtig warm und das Appartement hat diesen Ausblick, was will man da noch mehr?

Montag, 16. Juni 2014

Cesme

Schlaaaand!!!
Ja, wegen Jogis Jungs sind wir noch immer in der Türkei!
Die 55 km bis Cesme hatten wir schnell zurückgelegt und sind hier in ein Reisebüro, um die Fähre nach Chios zu buchen. Dort erfuhren wir , daß sie nicht nur abends um 18 Uhr 30 sondern auch vormittags um 9 Uhr 30 fährt und so haben wir uns kurz entschlossen erst morgen zu fahren, so konnten wir heute Abend noch Fußball schauen! Es hat sich ja gelohnt! Auch Cesme zu besichtigen hat sich gelohnt, eine nette kleine Hafenstadt mit Cafés und Souvenirläden. Wir haben dann heute nachmittag erst mal Urlaub gemacht, wir saßen im Schatten in einem Café, haben Tee, türkischen Kaffee und eine unglaublich süße Himbeerschnitte dazu verspeist, Himbeeren waren das wenigste, die Kalorienbombe bestand hauptsächlich aus süßer Masse mit süßer Marmelade und darüber süßer Glasur, so was löst sich nur mit viel heißem Tee im Magen wieder auf! Aber sehr nett, so über die anderen Touristen abzulästern...
Mit 2 Dosen Effesbier haben wir dann Fußball in der Hotel Lobby geschaut.
Das Hotel ist etwa 1 km vom Hafen entfernt und so haben wir mit diesem Kilometer schon eingerechnet, 3888 km in genau 2 Monaten in der Türkei mit dem Rad zurückgelegt. So zur Info für die Statistiker...

Sonntag, 15. Juni 2014

Urla/Izmir

Wir sitzen gerade in einem Garten, werden von Mücken verstochen, hören aber einem Gitarrist zu, der so schöne türkische, griechische, englische und italienische Lieder spielt, daß wir ausharren. Heute sind wir ganz stilecht, wenn auch zufällig, im Geburtshaus von Georgos Serafis ,Nobelpreisträger für Literatur 1963, abgestiegen. Das fast 200 Jahre alte Haus, wurde sehr schön umgebaut und ist unserem letzter Abend in der Türkei würdig!
Von Bergama ging es erstaunlich eben am Meer entlang nach Foca, wo es angeblich Seehunde geben soll, doch bei dem Trubel und der verbauten Küste ist der letzte Seehund ist schon lange weggezogen! In Foca haben wir ein sehr interessantes und unterhaltsames Gespräch mit einem Professor aus Bochum, der schon viele Jahre in die Türkei kommt. Sein Gebiet war Anglistik und die Geschichte englischer Reisender im Orient .
Die Schulferien haben am Freitag begonnen und alle sind unterwegs ans Meer, was bei 37° verständlich ist!
Die 4Millionenstadt Izmir konnten wir mit einer Fähre ein wenig umfahren und sind auf dem Weg nach Cesme, wo morgen Abend unsere Fähre nach Chios ablegen soll.

Unbekannt aber hier geboren...
Izmir-010

Mustafa an der Gitarre
Izmir-011

Freitag, 13. Juni 2014

Bergama

Weiter durch die Troas-Region an der Küste entlang bis nach Ayvanlik und da der Sommer mit aller Macht ausgebrochen ist, haben wir in Ören einen Badestop eingelegt. Das Meer ist noch frisch, aber nach kurzer Überwindung sehr erfrischend. Die ganze Nordägäische Küste ist Urlaubsgebiet der Türken. In den 90er Jahren verfiel die türkische Lira so sehr, daß sich viele einen Traum von einer Ferienwohnung am Meer erfüllten, inzwischen ist der Bauboom etwas verebbt, es ist auch fast alles zugebaut....doch nicht mit Bettenburgen, sondern mit max. dreigeschossigen Appartementhäusern. In Ören liegt an einer langen Sandbucht und entsprechend gut besucht ist der Ort, obwohl noch keine Hauptsaison ist. Am Abend trafen wir in Ayvalik ein, ein Ort gegenüber der Insel Lesbos, hier lebten bis zur Umsiedlung 1923 nur Griechen. Diese seit der Antike besiedelte Stadt besteht aus einem Gassenwirrwarr am Hang und wir hatten Mühe mit den Rädern zu unserer Pension zu kommen. Hier kommt man nur mit dem Pferdefuhrwerk oder dem Moped durch. Leider sind die meisten Häuser dem Verfall preisgegeben, wer will heute noch so wohnen, wo alles zu Fuß transportiert werden muß und steile Wege oder Treppen mit den Einkäufen zurückgelegt werden müssen. Aber als Tourist findet man es natürlich äußerst malerisch!
Genau so malerisch übernachten wir heute in Bergama, im altenTeil der 67 000 EW Stadt. Heute morgen kamen wir verspätet los, da an Karl's Hinterrad eine Speiche gebrochen war! Der Pensionsbesitzer begleitete uns zu einem Mechaniker und schilderte unser Problem - er fand Abhilfe! Wieder durch endlose Olivenhaine radelten wir zum antiken Pergamon - hier stand einst die größte Bibliothek der Antike mit 200 000 Büchern und Pergamentrollen (die mitlesenden Antiquarskollegen
werden schon nervös), leider hat Marc Aurel alles seiner Freundin Kleopatra geschenkt! Der Pergamonaltar steht in Berlin, aber auch ohne diese Schätze ein beeindruckendes Panorama, mit einem sehr steilen Theater und einem Akropolishügel mit einer unglaublichen Aussicht, ein paar wieder aufgestellt Säulen vollenden den Eindruck!
Die weitere Planung sieht vor, daß wir Anfang nächster Woche mit der Fähre nach Chios übersetzen, dort 2-3 Tage bleiben, dann mit der Fähre nach Piräus/Athen und am 30.6 Um 23 Uhr 59 legt die Fähre von Patras nach Venedig ab (die haben wir gebucht). Auf der "Via Claudia Augusta" -alte Römerstraße, jetzt Radroute -über die Alpen nach Stuttgart, ihr werdet es lesen.
Noch ein Nachtrag: das Haus in dem wir heute nächtigen ist von 1870, die Zimmer betritt man durch eine große Halle mit dunklen Holzböden, auch die Zimmer sind ca. 5 m hoch, von der Dachterrasse hat man einen schönen Blick auf die "Red Basilica" und die Stadt. Unter den Weintrauben sitzt man schön luftig, der bzw, die Muezzine rufen zum Abendgebet, genau das ist das Problem, daß es mehrere sind und einige Sekunden zeitversetzt beginnen, so plärren 5-6 Muezzine mit schepprigen Mikrofonen durcheinander, besinnlich hört sich das nicht an. An das Morgengebet (zum Sonnenaufgang)haben wir uns schon so gewöhnt, daß wir nicht mehr davon aufwachen..
Katzentreff
Bergama-003
Pergamon
Bergama-035

Mittwoch, 11. Juni 2014

Troas/Assos

Troas, so heißt die Region hier und es sieht aus , wie auf dem Pilion! Für alle, die noch nie auf der griechischen Halbinsel südlich von Volos waren: Olivenhaine, Berge, Hügel, Getreidefelder,Altertümer, kleine Landsträßchen, wenig Verkehr und immer wieder schöne Ausblicke aufs Meer - kurz, es ist eine traumhaft- schöne Strecke, die wir in den letzten beiden Tagen gefahren sind . Begonnen hat die Region südlich von Troia, seit unserem letzten Besuch 1985 wurde von den Tübinger Archäologen einiges ausgegraben und sehr gut beschildert. So richtig spektakulär ist es freilich nicht, dazu hat Heinrich Schliemann auf seiner Suche nach dem Schatz des Priamos zuviel zerstört, außerdem war Troia seit der Bronzezeit besiedelt und nach jedem Untergang wurde neu darauf gebaut. Aber der Mythos besteht und es ist schon merkwürdig auf so geschichtsträchtigem Boden zu wandeln! Ein Mitarbeiter des Museumshops war ganz begeistert, daß wir mit dem Rad unterwegs sind und hat uns Schokolade geschenkt!!
In der Mittagshitze ging's dann weiter durch ganz und gar ursprüngliche Dörfer, alte Steinhäuser, das Männercafé, kleine Lädchen für den alltäglichen Bedarf, Hühner, Kühe, Ziegen, aber allein, daß nur wenige Kinder auf der Straße sind, zeigt, daß nicht mehr allzuviele Menschen dort leben. Am Spätnachmittag besichtigten wir eine weitere antike Stadt 310 v.Chr. gegründet: Alexandria Troas. Einige Säulenreste lagen sehr malerisch in der Landschaft, die inzwischen braun verdorrt ist, wie man sie im Süden erwartet. Die Regengebiete haben wir hinter uns gelassen, wenn es nicht gerade jetzt gewittern und regnen würde! Am Abend fanden wir ein ganz neues Hotel direkt am Meer und wie sich im Gespräch mit dem Manager herausstellte, lebte er in Stuttgart und hatte das "Oft-Reisebüro" in der Marquartpassage, später ein türkisches Restaurant am Hölderlinplatz. Sehr kurios manchmal... Heute ging es weiter durch die Troas-Region, die nächste antike Stadt bei Gülpinar ist Chrysa mit einem Apollon-Smintheus-Tempel und zahlreichen Funden aus römischer Zeit , 3 (!) Mitarbeiter erwarteten uns schon, da das ganze so weit von den großen Straßen liegt und diese für Busse zu schmal und kurvig sind, werden heute auch keine weiterenTouristen vorbeikommen. Wieder in der Mittagshitze gings weiter nach Assos, vorbei am westlichsten Punkt Asiens. Assos ist ebenfalls mit einem Athenetempel und einer Burganlage auf einem Felsen hoch über der Stadt begückt - und vorallem mit einem traumhaften Ausblick auf das blaue Meer und auf Lesbos. Wir fuhren noch ca. 15 km weiter und waren erneut am Meer unten. Da ein Gewitter aufkam, fragten wir uns in den wenigen Unterkünften durch bis wir etwas gefunden haben, daß offen hat und uns zusagt, ehrlich gesagt wissen wir gar nicht so genau , wo wir sind, ein Ort ist es hier nicht..! Aber ein schöner Platz am Meer und wir sind wieder mal die einzigen Gäste.

Troia-Troas-008

Apollon-Smintheus-Tempel
Troia-Troas-025

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