Nachdem von einigen Seiten Kritik kam, daß der Bericht kein richtiges Ende hat, will ich das hiermit nachholen. Zugegeben es freut mich/uns schon,daß so reges Interesse besteht.
Bei ähnlichem Wetter wie heute, nur ein paar Grad kälter, sind wir im strömendem Regen zum Bahnhof Reutte geradelt und von dort mit dem Zug über Kempten (umsteigen ohne Aufzug!) und Ulm (umsteigen mit Rampe) gegen 15 Uhr in Stuttgart angekommen. Hier war es trocken und so fuhren wir mit dem Rad über den Bopser nach Degerloch - sehr seltsam nach 3 Monaten, irgendwie fremd und doch vertraut!
Nach 5173 km waren wir wieder zuhause.
Was hat uns am meisten beeindruckt ? Schwer zu sagen, die Freundlichkeit der Türken, die Berge , die Landschaft, der ausgezeichnete Tee, die Unterschiede zwischen tiefstem Orient und westlichem Lebensstil....
Schön war das allmähliche Zurückkommen über Griechenland und Norditalien/Südtirol, wie man sich dem gewohnten Leben wieder nähert.
Auf jeden Fall werden wir auch an diese Reise noch oft denken!
Vielen Dank an alle die sich für unsere Reise interessierten und das auch kommentiert haben, oder uns jetzt wissen ließen, daß sie das alles mit großer Freude und Spannung mitverfolgten. Allah his maladik!
Sigrid_Karl - 7. Aug, 17:08
Am Montag hatten wir eine Super-Abfahrt vom Brenner hinab bis Innsbruck, bei strahlendem Sonnenschein und Föhnwetter (ich war einer Migräne nahe!). Traumhafter Blick auf alle möglichen Berggipfel, teilweise noch mit Schneeresten. Im Inntal dann weiter Richtung Fernpaß, der erste Teil der Strecke führte an der Autobahn entlang - war also nicht soo toll! Später wurde das Tal schmaler und der Radweg steiler, nach Imst ging es auf der Via Claudia Augusta weiter ....bis wir etwas stutzig wurden, wir waren schon zu weit gefahren und schon fast in Landeck. Oh wie ärgerlich, so kamen wir auf 122 km und übernachteten in Mils in einer Pension, die aussah wie aus den 70 er Jahren. Egal, es gab ein gutes Essen und so gestärkt starteten wir diesmal in die richtige Richtung zum Fernpaß , leider begann es nach einer Stunde zu regnen, der Radweg führte auf Schotterwegen steil bergauf und bergab. Wir kamen nur sehr schleppend voran und der Regen machte es auch nicht besser, Berge waren nicht zu sehen. Auf dem Fernpaß zogen wir uns auf einem Jägersitz etwas Trockenes an, was aber nicht lange vor hielt, dann schwappte das Wasser -trotz Regenüberschuhe- im Schuh auf und ab. Das ist immer der Moment , wo ich mir die Sinnfrage stelle...was mache ich hier, warum fahre ich überhaupt Rad...Nach 40 km gab der Tacho den Geist auf, der Regen lief irgendwo rein. Immerhin haben wir es irgendwie bis Reutte geschafft und bei 9° und Regen und derselben Prognose für morgen, steigen wir morgen in den Zug.
Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie es in unserem Zimmer riecht, jetzt werde ich die Turnschuhe nochmals föhnen und wenn wir dann nicht bewußtlos sind, schauen wir das Deutschland-Brasilien - Spiel!!

Firmian-Museum, Schloß Siegmundskron

Im Nirvana im Ripa-Museum Bruneck

Radweg am Fernpaß
Sigrid_Karl - 8. Jul, 20:39
Bis hierher haben wir es gestern noch geschafft! Das Museum Ripa auf Schloß Bruneck ist ebenfalls sehr sehenswert, Reinhold Messner muß schon sehr gute Mitarbeiter haben, um so ein Museumskonzept verwirklichen zu können!
So gegen 12 Uhr sind wir gestartet, das Pustertal zurück bis zur Fanzenfeste, von dort auf alten Wegen bis hinauf zum Brenner. Der Radweg ist super, Unterführungen, Brücken, es gibt kaum eine Kreuzung, man kann wirklich zügig durchradeln. Der einzige Nachteil ist, daß er eben auf alten Wegen führt, das heißt es geht steil hinauf zu einem Hof und ebenso steil wieder hinab, steil hinauf durch einen Wald und wieder hinab - so kommen außer den Höhenmetern zum Brenner auch noch die ganzen Anstiege....aber wir haben die knapp 90 km geschafft!
Hier im Gasthof Brennerbad, haben wir uns mit dem jungen Wirt noch sehr nett und lange unterhalten, über das Leben als Südtiroler und überhaupt!
Heute soll es nach Innsbruck und den Inntalweg entlang weiter gehen, da die Wetterprognose für die nächsten Tage ja nicht so toll ist, kann sein, daß wir den Rest mit dem Zug fahren.
Deshalb möchte ich mich schon mal bei allen bedanken, die sich für unsere Reise interssiert haben und bei allen, die uns mit guten Wünschen begleitet haben.
Ganz besonders bedanken wir uns bei unserer Tochter Katharina, die das Antiquariat so souverän, umsichtig und vorzüglich weiterggeführt und sich auch sonst um Haus und Hof gekümmert hat, daß wir völlig unbesorgt reisen können!!
Sigrid_Karl - 7. Jul, 07:30
Bis hierher haben wir es gestern noch geschafft! Das Museum Ripa auf Schloß Bruneck ist ebenfalls sehr sehenswert, Reinhold Messner muß schon sehr gute Mitarbeiter haben, um so ein Museumskonzept verwirklichen zu können!
So gegen 12 Uhr sind wir gestartet, das Pustertal zurück bis zur Fanzenfeste, von dort auf alten Wegen bis hinauf zum Brenner. Der Radweg ist super, Unterführungen, Brücken, es gibt kaum eine Kreuzung, man kann wirklich zügig durchradeln. Der einzige Nachteil ist, daß er eben auf alten Wegen führt, das heißt es geht steil hinauf zu einem Hof und ebenso steil wieder hinab, steil hinauf durch einen Wald und wieder hinab - so kommen außer den Höhenmetern zum Brenner auch noch die ganzen Anstiege....aber wir haben die knapp 90 km geschafft!
Hier im Gasthof Brennerbad, haben wir uns mit dem jungen wirt noch sehr nett und lange unterhalten, über das Leben als Südtiroler und überhaupt!
Heute soll es nach Innsbruck und den Inntalweg entlang weiter gehen, da die Wetterprognose für die nächsten Tage ja nicht so toll ist, kann sein, daß wir den Rest mit dem Zug fahren.
Deshalb möchte ich mich schon mal bei allen bedanken, die sich für unsere Reise interssiert haben und bei allen, die uns mit guten Wünschen begleitet haben.
Ganz besonders bedanken wir uns bei unserer Tochter Katharina, die das Antiquariat so souverän, umsichtig und vorzüglich weiterggeführt und sich auch sonst um Haus und Hof gekümmert hat, daß wir völlig unbesorgt reisen können!!
Sigrid_Karl - 7. Jul, 07:30
Bis hierher haben wir es gestern noch geschafft! Das Museum Ripa auf Schloß Bruneck ist ebenfalls sehr sehenswert, Reinhold Messner muß schon sehr gute Mitarbeiter haben, um so ein Museumskonzept verwirklichen zu können!
So gegen 12 Uhr sind wir gestartet, das Pustertal zurück bis zur Fanzenfeste, von dort auf alten Wegen bis hinauf zum Brenner. Der Radweg ist super, Unterführungen, Brücken, es gibt kaum eine Kreuzung, man kann wirklich zügig durchradeln. Der einzige Nachteil ist, daß er eben auf alten Wegen führt, das heißt es geht steil hinauf zu einem Hof und ebenso steil wieder hinab, steil hinauf durch einen Wald und wieder hinab - so kommen außer den Höhenmetern zum Brenner auch noch die ganzen Anstiege....aber wir haben die knapp 90 km geschafft!
Hier im Gasthof Brennerbad, haben wir uns mit dem jungen wirt noch sehr nett und lange unterhalten, über das Leben als Südtiroler und überhaupt!
Heute soll es nach Innsbruck und den Inntalweg entlang weiter gehen, da die Wetterprognose für die nächsten Tage ja nicht so toll ist, kann sein, daß wir den Rest mit dem Zug fahren.
Deshalb möchte ich mich schon mal bei allen bedanken, die sich für unsere Reise interssiert haben und bei allen, die uns mit guten Wünschen begleitet haben.
Ganz besonders bedanken wir uns bei unserer Tochter Katharina, die das Antiquariat so souverän, umsichtig und vorzüglich weiterggeführt und sich auch sonst um Haus und Hof gekümmert hat, daß wir völlig unbesorgt reisen können!!
Sigrid_Karl - 7. Jul, 07:30
Nachdem wir das schöne Triest verlassen haben, sind wir und auf dem autobahnähnlichen Radweg entlang der Etsch bis Bozen geradelt . Zwischen Apfelplantagen und Weinfeldern , zwischen Autobahn, Landstraße und Eisenbahn verläuft der Radweg entlang der Etsch, der gut frequentiert ist. Die meisten fahren aber von Nord nach Süd, also flußabwärts. Kurz vor Bozen kommt die Burg Siegmundskron,die eines der absolut sehenswerten Museen von Reinhold Messner beherbergt. Inzwischen hat er 5 Museen gegründet, die sich alle mit einem Aspekt des Bergsteigens befassen. In Siegmundskron geht es um die Berge als heilige Orte. Moses bekam die 10 Gebote auf einem Berg , Kailash ist der Sitz der Götter für die Tibeter usw. Die Umbauten für das Museum wurden so vorgenommen, daß sie jederzeit wieder entfernt werden können, die Glasböden (!), die Gittertreppen zum durchschauen, verlangen dem nicht ganz schwindelfreien Museumsbesucher,also mir, alles ab! Dennoch geht mir in diesem Museum das Herz auf, wenn man in Mauernischen eine Buddhafirgur entdeckt, wenn man die Sinnsprüche übers Leben und übers Bergsteigen an den Türen oder Wänden liest, die Baumwolljacken und Stiefel sieht, mit denen die Bergsteiger "damals" aufgestiegen sind! Kurz, wenn jemand in Südtirol ist , sollte er sich eines der Museen ansehen. Um das neue Museum in Bruneck mit dem Thema "Gefährdete Bergvölker" sind wir heute bis hierher geradelt. Zuerst ging es von Bozen über den Eisackradweg, teils auf einer alten Eisenbahntrasse, über Brixen und Franzenfeste weiter ins Pustertal, auch hier ein sehr guter Radweg und reichlich Radverkehr.
Das Eisacktal ist stellenweise so schmal , daß Autobahn, Eisenbahn , Landstraße und Radweg übereinander verlaufen, der Geräuschpegel ist fürchterlich und die kleinen, malerischen Orte sind sehr geplagt! Es ist eben die Brennerautobahn, Ferienzeit und Wochenende! Im Pustertal ist auch ordentlich Verkehr, der Radweg verläuft aber meist entfernt der Straße.Das Wetter war heute sonnig und warm, leider hat es 5 km vor Bruneck begonnen zu regnen und so waren wir mal wieder naß. Morgen vormittag werden wir das Museum besuchen, schauen uns das sehr schöne Städtchen Bruneck an und dann radeln wir wieder zurück zur Fanzenfeste und vermutlich über den Brenner. Mal sehen wie weit wir kommen....
Sigrid_Karl - 5. Jul, 17:56
Als ich heute morgen aufwachte, wähnte ich mich noch in Griechenland und habe krampfhaft überlegt wo wir sind und wo wir gestern denn noch hingeradelt sind...nach 2 Minuten dämmerte es mir, daß wir gestern ja mit der Fähre in Venedig angekamen und von dort über Treviso bis Fener gefahren sind. Tja, das ist der jet lack,oder so.
Am Montag haben wir nochmals im Meer gebadet und sind die 50 km bis Patras geradelt, unterwegs haben wir Fisch gegessen , Kaffee getrunken und ins Meer gestarrt, um die Zeit bis zur Abfahrt rumzubringen. Die Kontrollen an der Hafeneinfahrt sind langwierig, da sich immer wieder Flüchtlinge, die sich nach Italien und weiter nach Mitteleuropa durchschlagen wollen , in oder unter LKWs verstecken. Die Möglichkeiten sind bei uns ja begrenzt und so kamen wir zügig durch. Wir haben uns in eine Cafeteria gesetzt und Fußball geschaut! Die Fähre hatte natürlich die übliche Verspätung und so konnten wir gerade noch die 2. Halbzeit des DT.-Spiels gegen Algerien sehen. Das Schiff war winzig und bot nicht viel Unterhaltung. Auch war es nicht gerade voll, außer vielen Wohnmobilen mit meist älteren Reisenden nur noch die LKW - Fahrer, so waren wir sehr froh, daß wenigstens die Fußballspiele Unterhaltung boten. Das Schaukeln hielt sich auch in Grenzen , aber trotzdem waren wir über festen Boden unter den Füßen und dann auch wieder auf dem Rad ,glücklich. Wir kamen auch ganz gut vom Hafen Venedig bis zum vermeintlichen Start der Radstrecke "Via Claudia Augusta", das ganze ohne Karte und nur aus dem Gedächtnis, wie wir es bei Googlle-map gesehen hatten. In Treviso fanden wir endlich eine Buchhandlung mit Landkarten und ein Touristen-Office, wo man uns jede Menge karten in die Hand drückte , aber keine Informationen über Radwege hatte. Leider war unsere Nebenstraße sehr schmal,schlecht und trotz einem Benzinpreis von 1,78 Euro stark befahren! Irgendwie haben wir es dann doch Richtung Norden geschafft und in einem kleinen Ort Fener ein nettes Hotel gefunden. Als abends die Kirchenglocken läuteten, war das nach 11 Wochen ein ungewohnter Klang. Auch das Abendessen war ganz ungewohnt, so ohne Schafskäse...dafür sehr leckere Spaghetti mit Pesto!
Heute sind wir weiter nach Trentino/Trient, haben uns schon auf jede Menge Paßstrecken eingestellt, da die im Tal verlaufende Autobahn nicht empfehlenswert ist, als nach ca 30 km ein Radwegschild nach Trient kam. Trotz unserer Internetrecherche haben wir den nicht gefunden. Er ging wunderbar ausgeschildert am Brentafluß mit mäßiger Steigung und durch wunderschöne kleine Ortschaften, entlang. Leider haben wir ihn an einer Baustelle doch verloren und so gings die letzten 30 km wieder bergauf und bergab nach Trient. Wir sind begeistert von der Stadt, ein großes Freilichtmuseum, wunderschöne Palazzos, Gäßchen, Straßenzüge in der typischen Bebauung,dazwischen Kirchen und schöne Geschäfte.
Spatzle Trentino sind ein Leckerbissen und der Wein süffig, alles ganz anderst wieder!!
Die Fähre, die uns der Heimat wieder ein Stück näher bringt
Der Monte Grappa

Sigrid_Karl - 3. Jul, 23:33
Die letzten Tage in Griechenland verbringen wir ca 40 km südlich von Patras. Wir haben irgendwie nicht bedacht, daß hier auch Urlaubszeit und nun auch Wochenende ist und so haben wir mit Mühe eine Unterkunft am Meer gefunden. Es ist ein allinclusiv Hotel , in dem hauptsächlich russische, tschechische und slowenische Touristen absteigen und ehrlich gesagt, an das blaue Plastikarmband habe ich mich noch nicht gewöhnt! Der Strand ist aber sehr schön - ein langer Sandstrand, das Wasser ist schön warm und die ganze Anlage ist in einem großen Garten, direkt an einem Naturschutzgebiet mit großer Lagune- und genau das ist das Problem. Die Schnaken fallen abends regelrecht über uns her. Trotz der Hitze haben wir lange Hosen an und sprühen Mückenschutz was das Zeug hält. Am Montagabend um 23 Uhr 59 legt unsere Fähre nach Venedig ab, so verbringen wir die Zeit mit kleinen Radtouren in die Umgebung, baden und Touristen beobachten und beobachtet werden. Ein kleiner Junge kam heute mit ausgestrecktem Zeigefinger auf Karl losgerannt und war ganz begeistert , daß der Weihnachtmann hier Urlaub macht - wie uns seine Mutter übersetzte!
Die Fahrerei hierher war auch nur wenig vergnüglich, die Straßen sind sehr schlecht, der Randstreifen kaum zu befahren, Baustellen und viel Verkehr, deshalb sind wir auch nicht weiter in den Süden, wie wir eigentlich vorhatten. Am Donnerstag haben wir dummerweise das Ladekabel für das Notebook im Hotel vergessen und erst kurz nach Patras (nach 80km) gemerkt! Was tun? Im Hotel meinte der Portier, daß es in der Nähe der Autobahn , so nach 10 km ein Geschäft gibt, auf unseren Hinweis, daß wir mit dem Rad unterwegs sind, zuckte er mit den Schultern....wir beschlossen am nächsten Tag mit dem Taxi dorthin zu fahren. Der Taxifahrer kam und unsere Freude war sehr groß, er war in Salzgitter geboren, sprach somit besser deutsch "wie mir" und wußte vor allem wo ein richtiger Computerladen ist!! Er begleitete uns hinein, erklärte was wir brauchen und fuhr uns wieder zurück!
Soeben haben wir das Brasilien - Chile Spiel angeschaut und fiebern morgen mit den Griechen und hoffen, daß wir am Montag schon auf dem Schiff sind, wenn Deutschland spielt , damit wir zumindest einen Teil sehen können.
Am Mittwochmorgen landen wir in Venedig und evtl haben wir bis dahin eine Route über die Alpen gefunden, die sowohl in Bozen und in Bruneck vorbeiführt, da wir die Messner Mountain Museeen besuchen möchten.
Karl ist an der Poolbar und da heute Abend "Greek dancing" auf dem Programm steht, werde ich mal nachsehen ,ob er schon tanzt....

Karl vor einer seiner geliebten Zacharoplastio (Konditorei)

Strassenimpression

ohne Worte

Peter und Paul Kirche in der Lagune
Sigrid_Karl - 28. Jun, 21:09
Die Stimmung in Griechenland, ist natürlich super - in den Nachrichten kamen Bilder aus allen großen Städten und überall großer Jubel ! Daß in Loutraki der Autokorso so kurz war, liegt an der Größe des Städtchens! Wir haben also wieder gut aus Athen herausgefunden und sind nach Perama , dort mit der Fähre auf die Insel Salamis,diese kurz duchquert und mit einer weiteren Fähre wieder aufs Festland bei Megara. So konnten wir die Strecke am Golf von Salamis abkürzen, entlang an den ganzen Raffinerien, den Fabriken usw. ist das Fahren kein Vergnügen. Auf der "Old National Road", die schön am Meer entlang führt, allerdings sehr schlecht ,schmal und kurvig ist, führte unser Weg zum Isthmus! Da es sehr heiß ist - so um die 35° im Schatten und die Prognose über 40° am Donnerstag und Freitag, haben wir unseren ursprünglichen Plan nach Mykene zu radeln leider fallen lassen müssen. Über die Berge und durchs Land und ebenso wieder zurück bei der Hitze ist auch uns zuviel! So sind wir nach Loutraki, haben im Meer gebadet und dort übernachtet. Heute haben wir das antike Korinth besichtigt, für Christen ein sehr bedeutender Ort, Paulus lebte fast 2 Jahre dort und schrieb später sein Briefe an die Korinther. Ansonsten wird fleißig weiter ausgegraben, seit wir das letzte Mal hier waren, so vor 25 Jahren und man darf auch nicht mehr überall herumklettern. Auch war heute Ausflugstag der Kreuzfahrtschiffe, d.h. 23 Busse spuckten amerikanische, südafrikanische , russische und ich weiß nicht was für Nationalitäten aus, die hinter ihrem guide hergehen und Korinth regelrecht überfallen haben. Die meisten waren auffällig gut gekleidet, ungeachtet der Temperaturen in langärmeligen Hemden mit Manschettenknöpfen und Kravatte, die Damen in Sommerkleidern und gewagten Hutvarianten! Wir fielen schon ziemlich ab dagegen..!
Weiter führte uns die "Old National Road" an der Küste entlang, der Verkehr war um die Autobahnauffahrten herum etwas lästig, noch lästiger war der Sturm der uns fast vom Rad blies und uns kaum schneller als 12 km/h fahren ließ! Er machte die Hitze zwar erträglich, aber wir waren ewig unterwegs. Die Küste ist von Korinth bis Kathio , wo wir heute nächtigen, durchgehend bebaut, nur mit kleinen Häusern, wenigen Appartementanlagen ,es ist aber so wenig los, daß man kilometerlang durch Geisterstädte fährt und wir Mühe hatten etwas zu trinklen und zu essen zu bekommen! Der Strand ist nur sehr schmal, Kies und Stein und oft auch nicht sehr gepflegt, die Ansprüche haben sich geändert. Nach der Küstenstraße, der Häuserreihe ,der Autobahn erheben sich gleich hohe Berge, die ein wunderschönes Panorama geben.
So, jetzt noch ein Fix-Hellas und ins Bett, wir hoffen, daß der Wind morgen nachläßt, wir haben wieder so um die 85 km bis hinter Patras, Richtung Kourouta...
PS Tilo, ist der 24.6 dein neuer Feiertag?!
Korinth mit Akrokorinth

Sigrid_Karl - 25. Jun, 21:03
Windmühlen auf Chios
Parthenon
Wachablösung am Parlament in Athen
Den gestrigen Sonntag haben wir nochmals mit Baden und einer Tour druch Kambos (die alten Landsitze) und nach Chios verbracht. Um 23 Uhr legte die Fähre nach Piräus ab, die "Einschiffung" ging zügig voran und nach dem für Griechen üblichen Gedrängel, wurden wir in unsere richtig große Kabine begleitet. Bereits um 7 Uhr standen wir in Piräus am Hafen, fanden auch relativ rasch die Piräus-Athen Straße , die bis zum Omoniaplatz durchgeht. Das Schöne ist, daß man als Radfahrer Verkehrsteilnehmer ist und auch so behandelt wird.In der Ferne tauchte die akroplis auf, das hat schon was! Vom Omoniaplatz weiter zum Syntagmaplatz und dort kamen wir gerade recht zur Wachablösung, kurios und doch sehenswert! Vor dem Hotel Grand Bretagne tranken wir Kaffee und ließen Athen auf uns wirken! Dank unseres Stadtplans fanden wir zum Monastirakiplatz (inzwischen Fußgängerzone), durch die Plaka, an der Stoa des Herodes Attikos vorbei zur Akropolis. Mit gefühlten 3 Millionen anderen Touristen machten wir uns auf den Weg zum Parthenon , es ist trotzdem etwas Besonderes die Tempel uns Säulen in der Sonne zu betrachten! Man hat eine wunderschöne Aussicht auf Athen in alle Himmelsrichtungen.
Unser Hotel Ilissos liegt etwas südlich der Akropolis, dort sitzen wir gerade in der Lobby und warten, daß wir ins Zimmer können, dann machen wir uns auf den Weg zum alten Stadion und etwas sight-seeing!
Sigrid_Karl - 23. Jun, 12:43