Montag, 5. Mai 2014

Konya

Seydesehir , das geschäftige Städtchen am Fusse des Taurus, haben wir am Sonntagmorgen zeitig verlassen, da 94 km und die Ausläufer des Taurus vor uns lagen. Schneeberge im Blick radelten wir durch grüne Wiesen, Felder und Obstplantagen. Womit wir nicht gerechnet hatten, war der Rückenwind, wir flogen förmlich die Berge hinauf! Die Straße ist aber auch sehr gut, breit - meist vierspurig, kaum Verkehr, aber jedes (!) Auto hat uns ermunternd zugehupt und alle Insassen winkten! Nach der Hälfte der Strecke kam eine kleine Schlucht mit Göreme-ähnlichen Felsformationen, sehr, sehr schöne Landschaft und dannach änderte sich das Bild völlig! Steppe, Wüste, nackter Fels, kein Baum oder Strauch weit und breit - wenn man von den dünnen Bäumchen auf dem Grün- (eher Staub-) streifen absieht. Der inzwischen richtig warme Wind blies Staubwolken über die Straße, auch das eine sehr imposante Landschaft und ein imposanten Fahrgefühl! Der Rückenwind war uns treu und schob uns die Berge immer noch hinauf - bergab mußten wir allerdings bremsen, da er oft in solch heftigen Böen kam, daß ich das Rad nicht halten konnte, einmal mußte ich absteigen und das Rad richtig festhalten, weil es mich in Richtung Straße geblasen hat.
Dann tauchte Konya in dieser Steppe schemenhaft auf, das neue Wahrzeichen ist ein 42 Stockwerke hoher Glasturm mit Läden und Cafés - und das in dieser erzkonservativen Millionenstadt. Wir kamen über die "Halbhöhenlage " mit gr0ßen Parks, grünen Gärten und schönen Häusern in die Stadt, der Verkehr ist absolut überschaubar, hier hat noch lange nicht jeder ein Auto! Entweder sind Renault 12 unterwegs oder dicke BMW und Mercedes.
Nach 5 Stunden und einer Minute standen vor unserem Hotel! Es gab einen Begrüßungstee und wir haben ein sehr schönes Zimmer zu einem Innenhof, also sehr ruhig, wenn der Muezzin nicht gerade zum Gebet ruft, heute morgen dachte ich er steht neben meinem Bett- deshalb auch der Reisebericht um dies Uhrzeit.
Frisch geduscht und ordentlich gekleidet haben wir das Mewlana-Kloster, das der Derwische besichtigt. 1925, mit der Gründung der Türkei, wurde der Orden verboten, hat aber in der Bevölkerung großen Rückhalt, das Mausoleum des Ordensgründers Rumi ist hier. Es gibt einen deutschen Audioguide und es war sehr interssant in diese Geschichte , über die wir ja wenig wissen ,einzutauchen. Das Kloster liegt in einem schönen Rosengarten, die hier auf 1200m noch nicht blühen, Die Klosterzellen sind frisch renoviert und in manchen sind mit Wachsfiguren Szenen aus dem Leben der Derwische nachgestellt , in anderen sind kostbare, Bücher, Ölllampen, Kleidung ect ausgestellt - nur wenige Touristen verirren sich hierher und ganz mutige Mädchen fragten ,ob sie ein Bild mit uns machen dürfen.
Eine sehr schöne Klosteranlage mit einer großen und sehr schön bemalten Moschee.
Heute bleiben wir noch einen Tag in Konya, eine der ältesten Städte der Türkei, seit 5000 Jahren wird hier gesiedelt, die Seidenstraße führte hier vorbei, der Orient ist überall zu spüren und zu sehen,nicht zuletzt an den sehr verhüllten Frauen, wobei auch viele ohne Kopftuch unterwegs sind, es gibt 80 000 Studenten und auch in der Türkei sind mehr als die Hälfte weiblich. Andererseits ist Konya eine AKP Hochburg, es gibt kein Alkohol in Restaurants, laut Reiseführer aber jede Menge Bordelle, ich war sehr froh, als ich sah, daß unser Hotel kein Stundenhotel ist! So jetzt gehts zum Frühstück:Schafskäse in diversen Reifestadien, Oliven, Tomaten, Ei , Honig, Marmelade, manchmal Joghurt und sehr gutes Brot !
Dazu immer und überall sehr guten Tee, das wäre was für dich Heinz...!
Heute erkunden wir noch einige Moscheen und den Bazar - Bericht folgt!

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Konya-006

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Konya-013

Grabstein mit "Turban"
Konya-029

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