Güzelyeli/Troia
Heute war wieder so ein merkwürdiger Tag.
Doch zunächst der Reihe nach - am Sonntag wollten wir mit der Fähre ja über das Marmarameer nach Bandirma - doch sie fuhr erst um 12 Uhr 30, so sind wir mit dem Rad an der Küste unterhalb des Stadtteils Sultanahmed entlang geradelt und kamen am Bahnhof vorbei, dem legendären Bahnhof, an dem der Orientexpress hielt! ein wunderschönes Gebäude mit Jugendstilelemneten, frisch renoviert erstrahlt er , leider für fast niemanden...das Eisenbahnnetz in der Türkei ist sehr überschaubar. Da wir vom Vortag wußten,wie und wo die Straßenbahn fährt , sind wir der Straßenbahn entlang und nochmals zur Blauen Moschee , zur Hagia Sofia und zum Hippodrom, am großen Bazar vorbei, noch einen letzten (teuren) Tee und wieder zurück zum Hafen. Das war wirklich ein sehr schöner Vormittag.
Das Schnellboot legte pünktlich , wie alles und immer hier (das gefällt uns Deutschen), ab und ca. eine halben Stunde später schliefen wir beide tief und fest, wie es sich für Bachpacker gehört! Nach 2,5 Stunden Fahrt legten wir in Bandirma an und es hatte Temperaturen wir in Deutschland! Da Bandirma ein Raffineriestandort ist, roch es entsprechend, wir wollten sowieso weiter und hatten im Internet gesehen, daß es in Erdek einige Hotels gibt, leider war die Hälfte zu oder zu verkaufen. Der Ort hatte was von einer Geisterstadt, wir fanden trotzdem eine ganz nette Unterkunft direkt am Meer,waren aber die einzigen Gäste. Karl badete ganz kurz, mir war es zu kalt.
So nun zum heutigen Tag, wir starteten auf Meereshöhe und es ging erst mal durch einen Olivenhain bergauf, unterwegs einige Hunde, denen es aber zu warm war , um uns hinterher zu rennen! Der Ort Edincik oben ist einer den schönsten, alten Dörfer, die wir gesehen haben und als wir begeistert fotografierten ,kam der Lehrer mit Torte vorbei, da sein Sohn heute 9 Jahre alt wird - erfuhren wir alles, weil er gut englisch konnte und verwundert war, was wir hier denn schön finden!
Weiter ging es auf wügeliger(hügelig und wellig) Strecke, Weizenfelder, Reisfelder, Weinstöcke, Kirschbäume ect säumten unsere Straße, so nach 70 km hielt ein LKW
vor uns, der Fahrer stieg aus und winkte, wir winkten auch und fuhren weiter. Kurze Zeit später überholte er uns wieder und hielt erneut vor uns. Diesmal riß er bereits seine LKW-Tür hinten auf und bedeutete uns, daß wir mitfahren sollen! Die Verständigung war schwierig, aber wir haben etwas von "Straße" und "Hitze" verstanden, da wir nicht ablehnen konnten, stiegen wir ein, ich nahm wieder im Bett Platz und Karl auf dem Beifahrersitz. Er zeigte seine Temperaturanzeige 31°, ja, es war schon warm...dann kamen einige Baustellen....da waren wir dann sehr froh im LKW zu sitzen, die sehr schlechte Straße wurde einspurig und noch schlechter, ging steil bergauf und Baustellenverkehr am Hinterrad, es gibt wahrlich Schöners! So sind wir bis Cannakkale mitgefahren , haben unterwegs Kaffee aus Pappbechern bekommen (er ist ausgerüstet mit Wasserkocher, Kaffeepulver, Zucker, das erklärt warum LKWs manchmal so langsam fahren), die er türkisch entsorgte - Fenster auf und raus damit! In Cannakkale radelten wir erst mal wieder ans Meer, eine breite, sehr schön angelegte Strandpromenade erwartete uns. Wir stärkten
uns mit Manti (türlische Ravioli) und überlegten, wohin wir denn nun fahren.
Cannakkale liegt an der schmalsten Stelle der Dardanellen, nur 1,2 km trennen Europa von Asien, ein moderner, netter Ort mit vielen Cafés und Läden und dem trojanische Pferd am Hafen, das in dem gleichnamigen Film mit Bratt Pitt "mitspielte" . Wir fuhren noch ca 20 km weiter und sitzen wieder am Meer,hier ist mehr los, in dem Hotel sind diverse chinesische Reisegruppen, viele Kinder und Jugendliche aus Trabzon, die an Sporturnieren teilnehmen. Der Garten geht direkt ans Meer, am Ende der Dardanellen zu einer leuchtend rot angestrahlten Festung auf der europäischen Seite! Es ist bis 21 Uhr 15 hell, in Kars war es bereits um 19 Uhr 30 dunkel, nichts im Vergleich zu Deutschland....
Mit den Rädern vor der Blauen Moschee



Doch zunächst der Reihe nach - am Sonntag wollten wir mit der Fähre ja über das Marmarameer nach Bandirma - doch sie fuhr erst um 12 Uhr 30, so sind wir mit dem Rad an der Küste unterhalb des Stadtteils Sultanahmed entlang geradelt und kamen am Bahnhof vorbei, dem legendären Bahnhof, an dem der Orientexpress hielt! ein wunderschönes Gebäude mit Jugendstilelemneten, frisch renoviert erstrahlt er , leider für fast niemanden...das Eisenbahnnetz in der Türkei ist sehr überschaubar. Da wir vom Vortag wußten,wie und wo die Straßenbahn fährt , sind wir der Straßenbahn entlang und nochmals zur Blauen Moschee , zur Hagia Sofia und zum Hippodrom, am großen Bazar vorbei, noch einen letzten (teuren) Tee und wieder zurück zum Hafen. Das war wirklich ein sehr schöner Vormittag.
Das Schnellboot legte pünktlich , wie alles und immer hier (das gefällt uns Deutschen), ab und ca. eine halben Stunde später schliefen wir beide tief und fest, wie es sich für Bachpacker gehört! Nach 2,5 Stunden Fahrt legten wir in Bandirma an und es hatte Temperaturen wir in Deutschland! Da Bandirma ein Raffineriestandort ist, roch es entsprechend, wir wollten sowieso weiter und hatten im Internet gesehen, daß es in Erdek einige Hotels gibt, leider war die Hälfte zu oder zu verkaufen. Der Ort hatte was von einer Geisterstadt, wir fanden trotzdem eine ganz nette Unterkunft direkt am Meer,waren aber die einzigen Gäste. Karl badete ganz kurz, mir war es zu kalt.
So nun zum heutigen Tag, wir starteten auf Meereshöhe und es ging erst mal durch einen Olivenhain bergauf, unterwegs einige Hunde, denen es aber zu warm war , um uns hinterher zu rennen! Der Ort Edincik oben ist einer den schönsten, alten Dörfer, die wir gesehen haben und als wir begeistert fotografierten ,kam der Lehrer mit Torte vorbei, da sein Sohn heute 9 Jahre alt wird - erfuhren wir alles, weil er gut englisch konnte und verwundert war, was wir hier denn schön finden!
Weiter ging es auf wügeliger(hügelig und wellig) Strecke, Weizenfelder, Reisfelder, Weinstöcke, Kirschbäume ect säumten unsere Straße, so nach 70 km hielt ein LKW
vor uns, der Fahrer stieg aus und winkte, wir winkten auch und fuhren weiter. Kurze Zeit später überholte er uns wieder und hielt erneut vor uns. Diesmal riß er bereits seine LKW-Tür hinten auf und bedeutete uns, daß wir mitfahren sollen! Die Verständigung war schwierig, aber wir haben etwas von "Straße" und "Hitze" verstanden, da wir nicht ablehnen konnten, stiegen wir ein, ich nahm wieder im Bett Platz und Karl auf dem Beifahrersitz. Er zeigte seine Temperaturanzeige 31°, ja, es war schon warm...dann kamen einige Baustellen....da waren wir dann sehr froh im LKW zu sitzen, die sehr schlechte Straße wurde einspurig und noch schlechter, ging steil bergauf und Baustellenverkehr am Hinterrad, es gibt wahrlich Schöners! So sind wir bis Cannakkale mitgefahren , haben unterwegs Kaffee aus Pappbechern bekommen (er ist ausgerüstet mit Wasserkocher, Kaffeepulver, Zucker, das erklärt warum LKWs manchmal so langsam fahren), die er türkisch entsorgte - Fenster auf und raus damit! In Cannakkale radelten wir erst mal wieder ans Meer, eine breite, sehr schön angelegte Strandpromenade erwartete uns. Wir stärkten
uns mit Manti (türlische Ravioli) und überlegten, wohin wir denn nun fahren.
Cannakkale liegt an der schmalsten Stelle der Dardanellen, nur 1,2 km trennen Europa von Asien, ein moderner, netter Ort mit vielen Cafés und Läden und dem trojanische Pferd am Hafen, das in dem gleichnamigen Film mit Bratt Pitt "mitspielte" . Wir fuhren noch ca 20 km weiter und sitzen wieder am Meer,hier ist mehr los, in dem Hotel sind diverse chinesische Reisegruppen, viele Kinder und Jugendliche aus Trabzon, die an Sporturnieren teilnehmen. Der Garten geht direkt ans Meer, am Ende der Dardanellen zu einer leuchtend rot angestrahlten Festung auf der europäischen Seite! Es ist bis 21 Uhr 15 hell, in Kars war es bereits um 19 Uhr 30 dunkel, nichts im Vergleich zu Deutschland....
Mit den Rädern vor der Blauen Moschee



Sigrid_Karl - 9. Jun, 20:11
Katha (Gast) - 11. Jun, 14:05
Also Troia hatte ich irgendwie anders in Erinnerung... ;-)
antworten
Uli (Gast) - 11. Jun, 14:05
Ihr erlebt ja echt wieder spannende Sachen, weiterhin viel Spaß und viel Rückenwind!
